
Reservierungen bitte telefonisch unter 06707-2429700, per Mail oder auf Facebook:
Zum Werk:
Die „Goldberg-Variationen“ BWV 988 gehören zu den bedeutendsten Werken Johann Sebastian
Bachs und markieren einen Höhepunkt der Klavierliteratur. Ausgangspunkt ist eine schlichte,
ruhige Aria, über deren harmonisches Fundament sich 30 Variationen entfalten. In ihnen verbindet
Bach höchste kontrapunktische Kunst mit tänzerischer Leichtigkeit, virtuoser Brillanz und tiefem
Ausdruck. Jeder dritte Satz ist als Kanon gestaltet, wobei sich die Intervalle systematisch erweitern.
Trotz dieser strengen Ordnung wirkt das Werk nie akademisch, sondern reich an Farben und
Affekten. Am Ende kehrt die Aria unverändert zurück und verleiht dem Zyklus seine geschlossene
Form.
Die Goldberg-Variationen laden zu einer konzentrierten, zugleich zeitlosen Hörerfahrung ein.
Thomas Hell
"Intelligenz und Virtuosität finden hier zusammen."
So beschreibt Alfred Brendel das Spiel des Pianisten Thomas Hell, der an der Hochschule für
Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. David Wilde das Konzertexamen Klavier sowie ein
Diplom in Musiktheorie bei Prof. Reinhard Febel erwarb.
Thomas Hell ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe (u. a. Erster Preis beim
Concours International de Piano d´Orléans). Eine ausgedehnte solistische und kammermusikalische
Tätigkeit führte ihn neben Konzerten in Europa auch nach Japan, China und Russland.
Er ist Gast bei internationalen Musikfestivals und in renommierte Konzertsälen und konzertierte mit
Orchestern wie New Japan Philharmonic (Tokio), dem Göttinger Symphonie Orchester, dem
Noordhollands Philharmonisch Orkest und dem Orchestre symphonique d´Orléans. Thomas Hell
beherrscht neben dem Standardrepertoire einen Großteil der Klaviermusik des 20./21. Jh. Als ein
Höhepunkt gelten seine Live-Aufführungen der gesamten 18 Etudes pour piano von György Ligeti,
unter anderem bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt 2008, in Basel,
beim Festival ensems (Valencia) und mehrfach in Tokio (u.a. für NHK Radio und Fernsehen).
Beim Label EigenArt/Tacet erschienen CDs mit Werken von Max Reger und Robert Schumann, mit
Klaviermusik von Eduard Steuermann (Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2010) sowie
eine Aufnahme der Violinsonaten von Béla Bartók mit Adrian Adlam (Violine). Seine Aufnahme
des Klavierquintetts op. 15 von E. W. Korngold erhielt den Vierteljahrespreis der Deutschen
Schallplattenkritik. 2012 legte er eine Gesamtaufnahme der Études pour piano von György Ligeti
beim Label WERGO vor. 2017 erschien bei Piano Classics seine Aufnahme der Concord Sonate
von Charles Ives.
Nach Lehrtätigkeiten an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und der
Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart hat Thomas Hell 2016 den Ruf
auf eine Professur für Klavier und Klavierkammermusik an der Hochschule für Musik Mainz
angenommen.
Daneben gibt er Klavier-Meisterkurse im In - und Ausland, u. a. in China, am Kunitachi College of
Music (Tokyo), am Tokyo College of Music, an der Royal Academy of Music (Aarhus) und an der
Iceland Academy of the Arts und ist Juror in verschiedenen Klavierwettbewerben.
